Operative Behandlungen

Zahnerhaltung

Durch ein spezielles Therapieverfahren - die Wurzelspitzen-Resektion - (operative Entfernung der Wurzelspitze) können oftmals Zähne erhalten werden, die durch entzündliche Prozesse an den Wurzeln gefährdet sind. Eine Entzündung des Zahnmarks (Zahnnerv) dehnt sich zunächst um die Zahn-Wurzelspitze aus, kann dann aber auch den umliegenden Kieferknochen erfassen. Es entstehen chronisch entzündliche Prozesse - entzündliche Herde -, später auch Zysten, die den Knochen zerstören.

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Im Kiefer liegende Entzündungsherde sollten immer entfernt werden, auch wenn sie aktuell keine Beschwerden verursachen. Bakterien und deren giftige Stoffwechselprodukte können sich über die Blutbahn im gesamten Organismus verbreiten und so das Immunsystem schwächen beziehungsweise schwere Erkrankungen des Herzens, der Gefäße und/oder der Nieren begünstigen. Zudem ist jederzeit ein akutes Aufflammen der Entzündung möglich. Damit verbunden sind Schwellungen, Eiteransammlungen und Abszesse, die schmerzhaft und gefährlich sind. Nicht selten müssen diese Folgen dann im Krankenhaus unter stationären Bedingungen therapiert werden. Im ungünstigsten Fall treten diese Beschwerden unpassend im Urlaub im Ausland auf.

Wann eine chirurgische Zahnerhaltung noch sinnvoll ist und welche Methode dabei am meisten Erfolg verspricht, muss immer individuell beurteilt werden. Mögliche Vor- und Nachteile müssen sorgfältig abgewogen werden. Sollte ein Zahn aus bestimmten Gründen nicht zu erhalten sein, ist es gut zu wissen, dass die entfernte Zahnwurzel durch ein Zahn-Implantat, eine der Natur nachempfundene künstliche Wurzelnachbildung, ersetzt werden kann.

Gesichtspunkte

Behandlung

OP-Dauer

Anästhesie

Nachbehandlung

Fit für den Alltag

lokaler operativer Eingriff im Kieferbereich

in Abhängigkeit vom operativen Eingriff 30-40 Minuten

Lokalanästhesie, gegebenenfalls begleitend Dämmerschlaf

abschwellende Maßnahmen und Schmerztherapie

je nach Eingriff zwei Tage körperliche Schonung

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